August Breyel

Nach vorliegenden Unterlagen wird 1926 zum erstenmal zu dem von Stadtkämmerer August Breyel ins Leben gerufenen "Heimattag" eingeladen, der von nun an alle fünf Jahre stattfinden sollte. Alle in Altenau geborenen und in der "Fremde" lebenden Personen wurden zu diesem Fest eingeladen.

Einem Zeitungsbericht aus jener Zeit zufolge stand damals "unnere Barkschtadt im Festohksschmuck. Tannengrien un bunte Fähnle schmickten de Schtroßen un Heiser. Heimotschtimmung beharrschte unnere Geburtsschtadt."

Wenn wir alle fünf Jahre das allseits beliebte und nun schon zur Tradition gewordene Fest feiern, dann sollten wir auch des Mannes gedenken, von dem vor langen Jahren der Gedanke ausging, alle Altenauer aus nah und fern im fünfjährigen Abstand zu einem Gedankenaustausch zusammenzuführen.

August Breyel, der die Geschicke Altenaus über 31 Jahre leitete, wurde am 1. August 1886 als Sohn des Grubenaufsehers Hermann Breyel in Clausthal geboren.

Als 14jähriger arbeitete er als Hüttenjunge auf der Bleihütte in Clausthal. 18jährig trat er als Freiwilliger in das Feldartillerie-Regiment 46 in Wolfenbüttel, später Celle, ein. Während seiner Dienstzeit als Berufssoldat schlägt August Breyel die Zahlmeister-Laufbahn ein und verrichtet während des Ersten Weltkrieges seinen Dienst als Regimentszahlmeister.

Nach einer kurzen Banktätigkeit in Berlin wird er am 1. Januar 1920 Stadtkämmerer beim "Magistrat" in Altenau. Ab 1923 leitet er zusätzlich die Kurverwaltung als Kurdirektor.

Am 20. März 1930 wird er auf 12 Jahre zum Hauptverwaltungsbeamten, zum Bürgermeister gewählt und 1942 für weitere 12 Jahre in seinem Amt - das nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zum Stadtdirektor umgewandelt wurde - bestätigt.

Während seiner Amtszeit war er viele Jahre Vorstandsmitglied im Harzer Verkehrsverband und im Harzer Skiverband. Der Altenauer Ski-Club dankt ihm heute noch für seinen unermüdlichen Einsatz für den Club durch einen Gedächnislauf, der seinen Namen trägt.

Im Juli 1951 hinderte ihn eine plötzlich auftretende Krankheit an der Ausübung seiner Dienstgeschäfte. Er starb im Alter von 66 Jahren am 12. Mai 1952.


Quelle: H. Prill

® 28-02-01