Das Vereinsleben in der Altenau

Das Vereinsleben in der Altenau,
Ihr lieben Leute, ich weiß es genau,
ist gar nicht so träge, wie mancher glaubt,
die Erwartungen auch nicht zu hoch geschraubt.
Denn der Streß nagt ja am Zahn der Zeit,
nicht viele sind zur Mitarbeit bereit.

Die Vorstellung der Vereine beginnt, wenn's erlaubt,
nach dem ABC:

Der erste wär dann der A.A.C.
Seit 1962 ist er hier tatig,
die Mitgliederzahl wuchs natürlich stetig.
Orientierungsfahrten und Turniere sind sehr gefragt,
im Herbst auch eine Altenfahrt.
Geselligkeit sei nicht vergessen,
Horst Schlabitz ist dem Verein vorgesessen.

In Altenau wird auch Badminton gespielt,
und sehr erfolgreich, wie man sieht.
Man spielt, steigt auf in eine höhere Klasse,
damit man den Anschluß nicht verpasse.
Mit Trickreichtum, Kampfkraft und Kondition,
Hartmut Kolberg wacht darüber seit Jahren schon.

Die Bruchbergsänger erfreu'n jung und alt
mit Lied und Tanz vom Harzer Wald.
Die Jodler erschallen, die Zither klingt,
auch Hexen erscheinen sehr beschwingt.
Holz wird gehackt nach altem Brauch,
Alfred Kneistler macht die Ansage auch.
Und eingeübt wird's, was wundert's uns,
vom Rudi aus der Familie Bruns.

Das Bunchfinkenkonzert erfreut Jahr für Jahr
am Himmelfahrtstag der Gäste Schar.
Gekämpft wird um der Schläge Zahl,
wer die Mitstreiter zum Schweigen bringt allzumal
nach fünf Minuten ist »Starkklasse«!
Der feinste Gesang führt zur Schönheitsklasse!
Es wird fair gekämpft und auserwählt,
dem Allen Ehrenberg Helmut vorsteht.

Wer kennt nicht die helfenden Hände, für wahr,
vom Ortsverein Altenau D. R. K.
Bei Sportveranstaltungen, »Spenden« und Festen,
zur Betreuung von Altenauern und Gästen.
Sie sind immer da, im Einsatz ganz,
es leitet sie der Böttger Hans.

Was wäre Altenau, meiner Ehr,
ohne die Freiwillige Feuerwehr?
Kaum, daß ertönen die Sirenen,
saust sie schon los zum Ort des Geschehens!
Sei's Feuer oder ein Mensch zu retten,
die Feuerwehr schafft's, da kann man drauf wetten.
Sie ist stets auf dem neuesten Stand
unter Stadtbrandmeister Horst Müllers starker Hand.

Die Veranstaltungen für unsere Gäste hier,
ob Unterbringung, Unterhaltung und mehr,
dafür sorgt im Schultal die Kurverwaltung.
Herr Fessler muß regeln die Gestaltung.
Konzerte, Vorträge, Wandern und Tanz
unterhalten unsere Gäste ganz.

Auch Fußball ist bei uns bekannt,
der Altenauer F. C. sei da genannt.
Die Herren spielen in Klasse, Bezirk und Kreis,
Jugend B wurde mit Staffelmeister, wie jeder weiß!
unter Betreuung von Rainer Koch.

           
Der Harzklub unter M. H. Schiers hingegen
bemüht sich, Brauchtum und Wandern zu pflegen.
Die Wanderwege werden betreut mit ihren Schutzhütten,
Ruhebänken und Brücken,
die manchen Wanderer entzücken,
einladen ihn zu froher Rast
nach des Tages Müh' und Last.

Die »Schar«, das ist unsere Blaskapelle,
ob Leid oder Freud, sie ist zur Stelle.
Spielt Walzer, Polka und schöne Lieder,
wir hören sie immer gerne wieder.
Sie weckt uns morgens zu manchem Feste,
begeistert damit auch unsere Gäste.
Den Taktstock schwingt mit fester Hand
der Dirigent Erich Brabandt.

Ganz neu gegründet wurde jüngstens
der Loipenverein mit dem Herren Jürgens.
Der Verein hat sich wirklich gut bewährt,
denn nirgends man so sicher fährt
als in einer gut gezogenen Loipe. Heute!

Ob Ring, ob Meist, ob Best man schafft,
bei den Schützen lernt man's, gebt nur acht!
Da kann man Schützen und kleiner König werden,
auch Damen-, Jugend- und Volkskönig kommen zu Ehren.
Man muß nur immer ins Schwarze treffen,
dabei kann sogar ein Zielwasser helfen.
Geführt wird der Verein in diesem Jahr
von dem Schützenbruder Wolfgang Schweda.

Zum Feste der Schützen laden uns ein
die Pfeifer und Trommler, groß und klein.
Sie gehören zum Spielmannszug Altenau,
sie spielen daheim und auch sonst im Gau.
Herr Kegler hat es noch nicht bereut,
daß er den Spielmannszug betreut.

Seit 1898 haben wir den Altenauer Ski-Club hier.
Ob Biathlonkämpfe, Langlauf, Springen,
der Ski-Club muß immer Wunder vollbringen.
Nicht immer ist uns der Wettergott hold,
dann läuft manches anders als gewollt.
Doch wenn Herr Bracke ruft zum Streit,
ist jeder mit der Schaufel bereit.
Und alle sind recht froh und heiter,
denn nun geht der Wettkampf weiter.

Vom Tennis Club Grün- Weiß der Boß
ist Herr Norbert Tosch.
Mit starker Rückhand gab's gute Plazierung,
Kreis- und Vizemeisterschafts Nominierung.
Die Plätze sind wirklich alle drei gut,
und werden auch von den Gästen gebucht.
Zur Erfrischung steuert man alsdann
das kleine, freundliche Clubhaus an.

Der Übernachtungspfennig, bitte sehr,
wurde eingeführt vom Verein für Fremdenverkehr.
Zur Verschönerung der Stadt und Kuranlagen verwandt,
sind wir stolz auf alles, was dadurch entstand.
Für weiteres Schaffen, im Geiste froh,
dafür sorgt eben Walter Schierloh!

Der Reichsbund sorgt schon seit vielen Jahren
allen, denen ein Leid widerfahren,
stellt Rentenanträge, geht auf große Fahrt,
so wird eine gute Gemeinschaft bewahrt.
Alle stehen in sicherer Hut
unter der Betreuung von Pichler Jupp.

Ein gutes Gelingen für's Heimatfest
wünsch ich für Altenauer und Gäst!



® Gerda Förster
zum
11. Altenauer Heimatfest
06. bis 08.09.1985